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19.04.2012
IT-Tool, das Personal einspart
In der Schweiz arbeiten 4000 touristische Betriebe mit einer Software-Lösung von Mirus. Das Davoser Unternehmen möchte im kommenden Jahr nun den Schritt ins Ausland wagen.
Gudrun SChlenczek

Die Mirus Software AG, Davos, bietet etwas, das Mitbewerber nicht haben: einen Branchen-Hintergrund. Gründer Paul Petzold war selbst Hotelier in Davos, bevor er Anfang der Neunzigerjahre seine IT-Firma ins Leben rief. Per 1. März 2012 hat nun die international tätige P&I Personal & Informatik AG die Aktien der Mirus Software AG übernommen.

Kernprodukt von Mirus ist das Mitarbeiter-Managementsystem, das vor zehn Jahren noch um ein System der Personaleinsatzplanung ergänzt wurde. Daneben bietet Mirus eine Finanzbuchhaltungssoftware.

Im Gegensatz zum Erfassen per Hand oder mittels einer Excel- Tabelle, stellt die Mirus-Personaleinsatz-Software sicher, dass der Mitarbeitereinsatz auch gesetzeskonform erfolgt. Etwaigen behördlichen Kontrollen wird so vorgebeugt. Das Arbeitszeit-Soll ist im Programm bereits vorgegeben, die Zahl der geleisteten Überstunden sofort ersichtlich und auch, ob der LGAV eingehalten wird oder Nachtarbeit anfiel. Die Lohnabrechnung erfolgt automatisch. «Zählt ein Betrieb mehr als 50 Mitarbeiter, spart er dank der Software im administrativen Bereich Personal ein», ist Petzold überzeugt. Für einen Betrieb mit 150 Mitarbeitern brauche es statt zwei noch eine Person für die Personaladministration.

Investitionskosten fallen für die webbasierte Mirus-Software nicht an. Der Hotelier zahlt eine Monatsgebühr, dafür erhält er im Gegenzug einen 24- Stunden-Support. Bis Ende Jahr will man bei Mirus die Programme so weiterentwickeln, dass sie unabhängig vom Betriebssystem und auch beim iPhone eingesetzt werden können. Im kommenden Jahr will die Davoser IT-Firma dann ins grenznahe Ausland expandieren und sucht hierfür bereits neue Mitarbeiter.

  
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