Kirche und «Rheinburg» prägen das Ortsbild der Gemeinde Walzenhausen im Appenzeller Vorderland. Die «Rheinburg» blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Initiant war Dorfpfarrer Johannes Kopp, der 1872 mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit trat, auf eigenes Risiko ein «Kurhausinstitut» zu errichten, sofern die Gemeinde den Boden kostenlos zur Verfügung stellen würde.
Vom Schulinstitut zum Hotel
Nach zweijähriger Bauzeit konnte das Kopp’sche
Schulinstitut 1874 den Betrieb aufnehmen. Wenige Jahre später verlegte Pfarrer
Kopp sein Institut ins thurgauische Schloss Herdern, dessen Eigentümerfamilie
Stadler im Tausch die „«Rheinburg» übernahm. Seit 1878 wurde das Gebäude als «Hôtel
& Pension Rheinburg» betrieben. Es erhielt 1896 mit dem Bau der
Drahtseilbahn Rheineck-Walzenhausen direkten Eisenbahnanschluss.
Vom Hotel zur Klinik
Bis zum Ersten
Weltkrieg genoss das Hotel mit Weitblick über den Bodensee speziell in
Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. 1965 ging die «Rheinburg» von Ferdinand
Stadler an den Verein Schweizerischer Familienherbergen über. 1985 wurde der frühere
Hotelpalast durch die Ausserrhoder Kantonalbank erworben und nachfolgend zur seit
1995 bestehenden «Rheinburg-Klinik» umgebaut.
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