Der Neubau einer «hochmodernen Klinik für den Bewegungsapparat und die Behandlung von Unfallverletzungen» soll im Heilbad-Areal des St. Moritzer Kurparks entstehen, wie die Klinik am Donnerstag mitteilte. Gerechnet wird mit Baukosten von 30 Millionen Franken.
Zum Angebot gehört eine Notfallstation, eine ambulante Tagesklinik, zwei Operationssäle, eine Bettenstation mit 24 Plätzen sowie ein öffentliches Restaurant. Das dreistöckige Gebäude wird an das Heilbadzentrum angebaut. Durch die Nähe zu den dort bestehenden Arztpraxen und Therapieangeboten soll für Einheimische und Gäste ein medizinisches Zentrum mit einem breiten Angebot entstehen.
Für das neue Klinikgebäude muss der bestehende Konzertsaal weichen. Die Bauarbeiten beginnen Mitte März 2022 mit dessen Abbruch. Läuft alles planmässig, wird die neue Klinik im Spätherbst 2023 eröffnet.
Widerstand der St. Moritzer Hotels
Die Klinik Gut will seit vielen Jahren ein neues Stammhaus im Nobelkurort bauen. Die Suche nach einem Standort erwies sich aber als überaus schwierig und langwierig.
Nun ist die Klinik Gut aber zuversichtlich. Die Gefahr von Einsprachen gegen das aktuellen Projekt seien «gering», erklärte Verwaltungsratspräsident Thomas Grünenfelder gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Gegen die Baubewilligung der Gemeinde könne nur noch die Bäder AG Einsprache erheben. Und mit dieser habe die Klinik Gut einen Unterbaurechtsvertrag. Zudem miete die Klinik von der Bäder AG noch zusätzliche Räume im bestehenden Heilbadzentrum. «Aus diesem Grunde wird die Bäder AG keine Einsprache machen», betonte Grünenfelder.
Die Klinik Gut AG gehört der Stiftung Kantonsspital Graubünden. Sie betreibt die Kliniken in St. Moritz und Fläsch, wo ein weiterer Neubau geplant ist, Spezialpraxen für den Bewegungsapparat in Chur, Bad Ragaz, Buchs, Zürich Flughafen und Ascona. Das Unternehmen beschäftigt etwa 250 Mitarbeitende. (sda/npa)