Die Welttourismusorganisation UN Tourism – ehemals UNWTO World Tourism Organization – sucht zum vierten Mal in Folge weltweit die «Best Tourism Villages». Die internationale Initiative zeichnet Orte aus, in denen dank einer nachhaltigen Tourismusentwicklung Kulturen, Traditionen und Natur bewahrt, sowie die biologische Vielfalt, lokale Gastronomie und Gemeinschaft gefördert werden.

Im Rahmen der Initiative der ersten drei «Best Tourism Villages»-Ausschreibung war die Schweiz äusserst erfolgreich unterwegs. Mit Andermatt, Gruyères, Morcote, Murten, Saas-Fee, Saint-Ursanne und Valposchiavo kann die Schweiz sieben «Best Tourism Villages»-Auszeichnungen vorweisen. Die Ortschaften erhielten dank der internationalen Ausstrahlungskraft dieser Initiative weltweite und wiederholte Visibilität. 

Partnerorganisationen
In der Schweiz sind das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Schweiz Tourismus (ST) und der Schweizer Tourismus-Verband (STV) für die Ausschreibung, Koordination und Vorauswahl der bis zu acht möglichen Schweizer Kandidaten-Dörfer im Rahmen der internationalen Initiative «Best Tourism Villages by UN Tourism» verantwortlich. Die drei Partner fungieren auch in der Rolle als Jury und leiten die Unterlagen der passenden Kandidaten-Dörfer an UN Tourism weiter.

Bewerbungskriterien
Als Mitgliedstaat von UN Tourism kann die Schweiz erneut Destinationen in den Wettbewerb schicken. Um sich als «Best Tourism Village» zu bewerben, müssen drei Kriterien erfüllt sein: Die teilnehmenden Orte dürfen nicht mehr als 15’000 Einwohnerinnen und Einwohner ausweisen. Zudem liegen sie in einer Umgebung, in der traditionelle Wirtschaftszweige wie Land- und Forstwirtschaft, Viehzucht oder Fischerei stark vertreten sind. Zugleich teilen sie die Werte sowie den Lebensstil der Gemeinschaft.

Beitrag zum Abbau regionaler Ungleichheiten
Die drei Partnerorganisationen unterstützen die Vision von UN Tourism, den Tourismus zu einer positiven Kraft für den Wandel, die ländliche Entwicklung und das Wohlergehen der Gemeinschaft zu transformieren, wie der Schweizer Tourismus-Verband mitteilt.

Zudem soll die Initiative einen Beitrag zum Abbau regionaler Ungleichheiten und zum Kampf gegen die Landflucht geleistet werden. Des Weiteren soll die Rolle des Tourismus bei der Wertschätzung und dem Schutz ländlicher Dörfer und der damit verbundenen Landschaften, Wissenssysteme, biologischen und kulturellen Vielfalt, lokalen Werte und Aktivitäten, einschliesslich der Gastronomie, gefördert werden.

Bewerbung von Kandidaten-Dörfern aus allen Landesteilen der Schweiz können ab sofort und bis 14. April eingereicht werden. (mm)

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