Der Verband Schweizer Tourismusmanager:innen (VSTM ASMT) hat am 20. März in Zusammenarbeit mit HotellerieSuisse und der SBB ein Work Café zum Thema «Ohne nachhaltige Mobilität, kein nachhaltiger Tourismus» organisiert. 46 Personen haben am Anlass teilgenommen, der im Ausbildungszentrum der SBB «Centre Loewenberg» durchgeführt wurde. Union fribourgeoise du Tourisme, Vaud Promotion und Valais Wallis Promotion unterstützten in der Kommunikation. Durch die Veranstaltung führte Anne Sophie Fioretto, Professorin am Institut für Tourismus an der HES-SO in Sierre.
Ausbaupläne der SBB in der Romandie
Frédéric Bosset, Responsable de marché Ouest CFF, berichtete über die Aubaupläne der SBB in der Romandie. Dabei erläuterte er die Entwicklungen in den Bahnhöfen Lausanne und Genf, die Kapazitätserweiterungen an den Wochenenden für den Freizeitverkehr, sowie das Nachangebot aus der Romandie an den Flughafen Genf.
Entwicklungen in der touristischen Mobilität
Anne Sophie Fioretto zeigte in ihrem Inputreferat die Bedeutung des Freizeitverkehrs auf. 74 Prozent der Tags- und Übernachtungsgäste reisen immer noch mit dem Auto und 24 Prozent mit dem Zug an. Mittlerweile machen der Tages- und Übernachtungstourismus im Zug rund 52 Prozent der Frequenzen aus. Nach Fioretto werden die technologischen Fortschritte, die wachsenden Umweltbedenken und die gesellschaftlichen Veränderungen die Art der Fortbewegung, die bevorzugten Reiseziele und die von den Reisenden gewünschten Erlebnisse neu definieren.
Vier Vertiefungsthemen – vier Work Cafés
In vier Work Cafés wurden vier Themen zur nachhaltigen Mobilität vertieft. Mit Adrian Houriet, responsable projet du premier et dernier kilomètre CFF, wurde diskutiert, wie der Transport auf der ersten und letzten Meile optimiert werden kann. Chantal Beck, CEO Railaway, diskutierte mit den Teilnehmenden, wie die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Destination, aber auch über die regionalen Grenzen hinaus verbessert werden kann.
Yannick Barras, Marketing Specialist von 2EM.ch, besprach das Nutzungspotenzial von Privatfahrzeugen in touristischen Destinationen. Chantal Cartier, Mitinhaberin Schmid Pelli & Partner, und Letizia Signorell, Projektmanagerin Entwicklung und Nachhaltigkeit HotellerieSuisse, untersuchten am Beispiel der Responsible Hotels of Switzerland und am Beispiel der Hotelbetriebe der Sandoz Foundation, wie Gäste wie auch Mitarbeitende vermehrt mit ÖV anreisen. (mm)